AFLE: Ein neues Modell für nachhaltigen Football in Europa
Die AFLE Football Liga Europa positioniert sich als neues Ligamodell mit dem Anspruch auf Transparenz, Mitbestimmung der Teams und nachhaltiges Wachstum im europäischen American Football.
AFLE Football Liga Europa: Team-Eigentum statt zentraler Kontrolle
Die AFLE ist als Verein organisiert – ein rechtlich verankerter, mitgliederbasierter Zusammenschluss. Mitglieder sind ausschließlich die teilnehmenden Teams.
Das bedeutet: Die Liga gehört den Teams selbst. Entscheidungen zu sportlichen Regeln, Wettbewerbsformaten und Regulierungen werden nicht zentral vorgegeben, sondern von den Franchises gemeinsam getroffen.
Dieser Ansatz setzt auf Eigenverantwortung und demokratische Mitgestaltung – ein deutlicher Kontrast zu klassisch investorengeführten Ligen.
Strukturierte Entscheidungsprozesse in der AFLE Football Liga Europa
Die Governance der AFLE basiert auf mehreren Ebenen: einem Board of Governors, verschiedenen Arbeitsgruppen sowie einem beratenden Ausschuss. Teams erhalten vollständige Einsicht in Entscheidungsprozesse, können Rückfragen stellen und bei Bedarf externe Experten hinzuziehen. Die Kosten dafür übernimmt laut Konzept die Liga.
Dieses Modell soll Transparenz schaffen und eine offene, sachorientierte Diskussionskultur fördern – ein Anspruch, der sich in der Praxis erst noch bewähren muss.
Finanzielle Sicherheit für Teams in der AFLE Football Liga Europa
Für die ersten beiden Spielzeiten sind garantierte Zahlungen von jeweils 325.000 Euro pro Team und Saison vorgesehen. Diese Mittel sind keine Kredite und müssen nicht zurückgezahlt werden. Sie stammen vollständig vom Investor und sollen den Aufbau stabiler sportlicher und organisatorischer Strukturen ermöglichen.
Langfristig sollen rund 75 % der Ligaeinnahmen direkt an die Teams ausgeschüttet werden. Der Investor trägt nach aktuellem Stand das vollständige finanzielle Risiko und stellt insgesamt 12 Millionen Euro bereit. Sportlicher Betrieb und Finanzierung sind bewusst getrennt – ein Ansatz, der Unabhängigkeit fördern soll, zugleich aber stark vom langfristigen Engagement des Investors abhängt.
Offener Dialog mit klarer Mission
Die AFLE versteht sich als lernendes System und betont den offenen Austausch mit ihren Mitgliedern. Der Aufbau von American Football in Europa wird als gemeinschaftlicher Prozess gesehen – mit den Teams als zentralen Akteuren.
Ob dieses Modell langfristig tragfähig ist, wird sich zeigen. Für Interessierte bietet die AFLE jedoch einen Ansatz, der sich bewusst von etablierten Strukturen abgrenzt und neue Wege geht.
Fazit:
Wer sich für ein transparentes, teamorientiertes und nachhaltiges Football-Konzept interessiert, sollte die Entwicklung der AFLE aufmerksam verfolgen. Es könnte der Beginn einer neuen – zumindest strukturell anderen – Phase im europäischen Football sein.
